Sport: Training – Sportliche Leistungsfähigkeit – Regeneration

Im Profi-Sport findet Kälteanwendungen zunehmend Verbreitung, da diese u.a. Schmerzunempfindlichkeit und verbesserte Regeneration nach hartem Training verspricht. Damit schaffen sie die Voraussetzungen für intensivere Trainingseinheiten ohne schädliche Nebenwirkungen. Auch eine leistungssteigernde Wirkung der Tiefkälte konnte in verschiedenen wissenschaftlichen Studien gezeigt werden. Zahlreiche Sportler (z.B. Christiano Ronaldo, Kevin Love, Andy Murray) und Teams (z.B. Manchester United, Bayer Leverkusen, Everton) schwören auf die positiven Effekte der Ganzkörperkältetherapie zwischen Fitness-Erhaltung und sportlicher Höchstleistung.

Folgende Positiveffekte sind durch Forschungsergebnisse belegt, wobei das konkrete Wirkungsausmaß je nach Sportart, Leistungsniveau und klimatischen Bedingungen variieren kann:

  • Verlängerung der Leistungsfähigkeit
  • Minderung oxidativen Stresses
  • Reduzierung des Risikos von Folgeverletzungen
  • Verbesserung der psychischen und motorischen Regenerations- und Erholungsfähigkeit (Reduzierung typischer Symptome hoher Trainingsbelastungen wie Müdigkeit, Muskelkater und geringe Leistungsbereitschaft)
  • Leistungsverbesserung durch Reduktion der Körperkerntemperatur (betrifft Kraft- und Schnellkraft, aber auch Schnelligkeitsleistungen)
  • Behandlung von chronischen Sportverletzungen

Meinungen von Trainern und Wissenschaftlern:

„Man differenziert abhängig vom Timing der Kälteapplikation das Pre-, Simultan-, Inter- und Postcooling, d.h. Kälteapplikation vor, während, zwischen und nach Belastungseinheiten. Precooling ersetzt kein sportbezogenes Vorbereitungsprogramm, sondern komplettiert es. Vorbereitung ist nicht mit „Aufwärmen“ zu synonymisieren und enthält nach wie vor z.B. mental-regulierende, allgemein mobilisierende sowie technisch-koordinative Anteile. Pre- und Simultancooling werden als leistungsmobilisierende, Inter- und Postcooling als regenerativ wirkende Maßnahmen eingesetzt. Eine umfassende Studienanalyse ergibt u.a., dass die Wirkung von Kälteapplikation geschlechtsunspezifisch, durchaus aber fähigkeitsspezifisch ist und im inversen Zusammenhang mit dem Leistungsniveau steht. Die Fähigkeitsspezifik wird darin deutlich, dass bei ausdauerdominanten Anforderungen die Wirkung höher als bei (Schnell-)Kraft- und Schnelligkeitsleistungen ausfällt, was thermoregulatorisch selbsterklärend ist.“

(Prof. S. Ückert, MSN 6 / 2009)

„Kälteapplikation […] ist geeignet, eine weitgehende Wiederherstellung der sportlichen Leistungsfähigkeit schneller als ohne Kälteapplikation sicher zu stellen.“ (Bundestrainerforum „DLV-Kältekonferenz“ 2009: Prof. W. Joch S.37/38)

„Schon ein einmaliger Aufenthalt in der Kältekammer hat einen positiven Effekt. In Phasen hoher Belastung ist aber eine fortgesetzte, tägliche Nutzung sinnvoll.“ (Bundestrainerforum „DLV-Kältekonferenz“ 2009: Dr. W. Killing S.70)

Einen Einblick in zahlreiche wissenschaftliche Studien gibt es bei uns im Geschäft.

Unser Tipp: Ideal anzuwenden sowohl vor, zwischen und nach zwei Belastungsintervallen (Training oder Wettbewerb). Zu diesen Zeitpunkten sind die Effekte auf die Leistungs- und Regenerationsfähigkeit des Sportlers am stärksten.

Comments are closed.